Schnupfen

Schnupfen stellt eine der häufigsten Infektionskrankheiten beim Menschen dar.
Pro Jahr erkranken Erwachsene durchschnittlich 1-3 mal und Kinder sogar 3-8 mal an Schnupfen.
Sind unsere Abwehrkräfte geschwächt, kommt es zur Entzündung der Nasenschleimhaut, was sich in Form von Schnupfen äußert.

Was ist Schnupfen?

Beim Schnupfen (auch Rhinitis genannt) handelt es sich um eine Entzündung der Schleimhaut der Nase. Durch die entzündungsbedingte Erweiterung der Blutgefäße schwillt die Nasenschleimhaut an, wodurch die Nasenatmung erschwert wird. Es bildet sich flüssiges oder schleimiges Sekret und durch die Irritation der Schleimhaut kommt es zu Juckreiz und Niesen.

Welche Arten von Schnupfen kennen wir?

Akuter (gewöhnlicher) Schnupfen ist ein meist harmloser durch Viren ausgelöster Infekt, der oft den Beginn einer Erkältung signalisiert. Meist ist er nach einer Woche vorüber. Es kann jedoch auch eine bakterielle Infektion nachfolgen, diese wird durch grünlich-gelbe Verfärbung des Sekrets signalisiert.

Allergischer Schnupfen kann saisonal („Heuschnupfen“) oder ganzjährig auftreten. Dabei handelt es sich um allergische Reaktionen auf Pollen, Gräser (saisonal) oder auch z.B. Hausstaubmilben (ganzjährig), die durch Niesen, Juckreiz und rinnende oder verstopfte Nase gekennzeichnet sind. Oft kommt es auch zu Reaktionen im Bereich der Augen (z.B. Bindehautentzündung). Unbehandelte allergische Rhinitis kann asthmathische Erkrankungen auslösen.

Chronischer Schnupfen kann unter anderem durch Verformungen der Nasenscheidewand, zu lange Anwendung von Nasensprays oder Gewebsveränderungen im Bereich der Nase verursacht werden.

Wie kann Schnupfen behandelt werden?

Beim viral verursachten Schnupfen werden die Symptome behandelt, da die Viren selbst nicht bekämpft werden können. Therapie der Wahl sind Nasensprays, deren abschwellende Wirkstoffe die Nasenschleimhaut zusammenziehen und dadurch freies Atmen und ein Abfließen des Sekrets ermöglichen. Abschwellende Nasensprays sollen nur wenige Tage verwendet werden, da es sonst zu Gewöhnungseffekten kommen kann, außerdem können sie die Schleimhaut austrocknen. Häufig kommen auch Sprays mit Meerwasser oder Salzlösungen zum Einsatz, da diese die Schleimhaut reinigen und befeuchten und die Abwehr von Erregern unterstützen. Auch pflegende und regenerierende Substanzen wie Hyaluronsäure oder Dexpanthenol werden in modernen Präparaten eingesetzt.

Der allergische Schnupfen wird meist mit abschwellenden Wirkstoffen und / oder Antihistaminika therapiert. Letztere können zur lokalen Therapie als Nasensprays oder auch mit systemischer Wirkung verabreicht werden.